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Freundesbrief 2/2009

Ein „blinder Fleck“?
Da sitzen sie wieder einmal beieinander. Wie in jedem Monat, Frau Kl., Herr M. und Herr Kr. in einer Beratung. Unterschiedlich lange arbeiten die drei schon miteinander. Monat für Monat eine Beratung. Und die dauert schon mal ein bis zwei Stunden. Einmal im Jahr eine Vollversammlung. Dabei legen die drei Rechenschaft ab als ehrenamtliche Heimbeiräte. Sie vertreten die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner einer Wohnstätte in den Samariteranstalten. Unterstützt und begleitet werden sie durch Herrn G. Auch er ist ehrenamtlich tätig, sorgt für die Aufstellung der Tagesordnung und unterstützt den Heimbeirat bei der Umsetzung der Beschlüsse. Um die Unabhängigkeit zu gewährleisten, darf er nicht bei den Samariteranstalten angestellt sein.

Frau Kl., Herr M. und Herr Kr. stehen in engem Kontakt zu denjenigen, mit denen sie ein gemeinsames Zuhause in der Wohnstätte haben. Sie reagieren auf Wünsche und Anregungen, sind in alle Fragen der Planungen wie der Anschaffungen miteinbezogen und sind ein wichtiger Gesprächspartner für die Heimaufsicht und vor allem die Wohnbereichsleitung. Frau K., die den Wohnbereich leitet, wird zu den Tagesordnungs- punkten eingeladen, zu denen der Heimbeirat sie hören oder informieren möchte. Gelegentlich wird auch der Direktor geladen, immer zu den Vollversammlungen, ab und an zu unterschiedlichen Heimbeiratssitzungen.

Immer wieder bin ich sehr angetan davon, wie viel Zeit und Engagement hier aufgebracht wird, von den Heimbeiratsmitgliedern und ebenso ihren ehrenamtlichen Unterstützern. Manchmal erlebe ich die Diskussionen in den Vollversammlungen herzerfrischend fröhlich. Immer auf eine überzeugende Weise sachlich. Bei Beratungen in den Heimbeiratssitzungen geht es mitunter hoch her; manche Überlegung kann nicht so ganz einfach zu einem Ergebnis gebracht werden. Und während die regelmäßigen Sitzungen eher nüchtern und trocken vonstatten gehen, ist die jährliche Vollversammlung eine festliche Angelegenheit mit Kaffee und Kuchen.

Warum ich Ihnen davon berichte? Die Arbeit der Heimbeiräte liegt für viele, die unsere Arbeit sehr unterstützen, ein wenig im Dunkeln. Sie ist sozusagen ein „blinder Fleck“. Wir möchten diesen „blinden Fleck“ gerne ein wenig heller machen. Das tun wir, indem wir die Mitglieder der Heimbeiräte zu speziellen Fort- und Weiterbildungen entsenden. Das ist mit besonderen Kosten verbunden: Auch kurze Reisen für Rollstuhlfahrer bedürfen besonderer Planung und Durchführung; in der Regel müssen Begleitpersonen mitreisen und natürlich kommen neben den Kursgebühren auch noch Unterkunft und Verpflegung dazu. Selbstbewusste, auch von dritter Seite informierte Heimbeiräte, die sich mit anderen austauschen, tragen zur Stärkung der Samariteranstalten bei. Dafür bitte ich Sie um Ihre Unterstützung!

Ihr

Pfarrer Paul-Gerhardt Voget
Direktor


Spendenkonten

Sparkasse Oder-Spree
BLZ: 170 550 50
Konto-Nr.: 3010134966

KD-Bank e.G.
- Bank für Kirche und Diakonie -
BLZ: 350 601 90
Konto-Nr.: 1550113011


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